Potsdamer Ehrenamtspreis 2013 – Die Preisträger

In der festlichen Atmosphäre der Friedenskirche am Park Sanssouci wurde am 22. August 2013 der Potsdamer Ehrenamtspreis verliehen. Unter 112 Vorschlägen und Bewerbungen wurden insgesamt 15 Preisträger für ihr beispielhaftes Engagement geehrt. Die Landeshauptstadt Potsdam, die ProPotsdam GmbH und der Soziale Stadt Potsdam e.V. hatten gemeinsam zum bereits siebenten Mal zur Bewerbung um den Ehrenamtspreis aufgerufen. Hauptpartner war die Energie und Wasser Potsdam GmbH, die den Stadtwerkepreis in der Kategorie „Jugend der Stadt“ gestiftet hat.
Der Ehrenamtspreis würdigt die vielfältigen Engagements und Freiwilligentätigkeiten von Potsdamerinnen und Potsdamern, die sich in ihrer Stadt für die Belange Anderer einsetzen und dafür unentgeltlich ihre Zeit und ihre Kraft investieren.

Es wurden Preise in sieben Kategorien sowie ein Sonderpreis vergeben:

Wir beglückwünschen die Preisträger und danken allen Nominierten für ihr wichtiges Engagement für das Gemeinwesen in unserer Stadt.

Die Preisträger des Potsdamer Ehrenamtspreises 2013

Kategorie: „Ehrenamtspreis für kulturelle Momente“

Ursula Buder

Seit seiner Gründung von 13 Jahren ist Ursula Buder die ehrenamtliche Leiterin des Literaturclubs Golm. Unter ihrer Leitung findet seit dem April 2000 jeden Monat eine Lesung zu einem literarischen Thema statt. die in der Regel von ihr intensiv vorbereitet wird. Die Veranstaltungen haben sich in der Stadt herumgesprochen, so dass zu den Lesungen nicht nur Gäste aus Golm oder Eiche mit dabei sind, sondern Zuhörer aus dem ganzen Potsdamer Stadtgebiet in der Gaststätte Golme´ in der Reiherbergstraße vorbeischauen. Über ihr ehrenamtliches Engagement beim Literaturclub Golm hinaus ist Ursula Buder Mitglied und erste stellvertretende Vorsitzende des Golmer Seniorenbeirats, schreibt literarische Artikel für die Golmer Ortszeitung und kümmert sich um den Vertrieb der Zeitung. In Golm unterstützt sie Seniorenveranstaltungen wie zum Beispiel die Weihnachtsfeier oder Ausflugsfahrten mit dem Bus. Seit dem Jahr 2000 ist sie auch aktives Mitglied der Golmer Senioren-Sportgruppe.

Laudatio von Andreas Kellner, ehrenamtlicher Redakteur der Stadtteilzeitung Potsdam West

Kategorie: „Ehrenamtspreis für kulturelle Momente“

Astrid Kasseck

Astrid Kasseck leitet seit 2007 ehrenamtlich den gemeinnützigen Verein „Freundeskreis der Musikschule Potsdam e.V.“. Sie unterstützt mit großem persönlichen Engagement die Organisation und Durchführung von Probefahrten, Konzertauftritten und Wettbewerben der zahlreichen Schülerensembles der Städtischen Musikschule, um mit Hilfe des Vereins begabten Schülern aus finanziell bedürftigen Familien Förderung zukommen zu lassen. Die musikalische Begegnung der Musikschüler mit Schülern aus dem In- und Ausland sind ihr eine Herzensangelegenheit. So betreut sie mit großer Umsicht und Engagement die aufwändige Organisation von Ensemble-Fahrten ins Ausland (Opole, Perugia, Georgien, Kuba) und unterstützt die Durchführung von Gastkonzerten mit Jugendorchestern im Potsdam. Diese vielfältigen und verantwortungsvollen Aufgaben erfordern einen hohen zeitlichen und logistischen Aufwand. Dank des hohen persönlichen ehrenamtlichen Einsatzes von Astrid Kasseck hat sich der „Freundeskreis der Musikschule Potsdam e.V.“ zu einem verlässlichen und unverzichtbaren Partner der Städtischen Musikschule entwickelt. Durch die Leistung von Astrid Kasseck ist es gelungen, dass der Vorstand des Vereins in seiner jetzigen Zusammensetzung seit über sechs Jahren mit Erfolg arbeitet.

Laudatio von Gerhard Meck, Ehrenamts-Koordinator der Landeshauptstadt Potsdam

Kategorie: Ehrenamtspreis zur Förderung des sozialen Zusammenhalts

Brandenburgischer Sozialfonds e.V.

Der Brandenburgische Sozialfonds e.V. mit Sitz in Potsdam ist eine gemeinnützige Initiative von sozial engagierten Menschen und gewährt finanzielle Hilfen für Mitbürger im Land Brandenburg, die in eine Notlage geraten sind. In Einzelfällen werden auch Selbsthilfegruppen oder soziale Einrichtungen unterstützt. Der als gemeinnützig anerkannte Verein wurde im Oktober 1992 von Regine Hildebrandt gegründet. Bedürftige Personen können ihren Antrag über Beratungsstellen wie zum Beispiel Schuldnerberatungen oder Frauenhäuser stellen. Die vierköpfige Vorstand des Vereins prüft und entscheidet über die Anträge und arbeitet mit den antragstellenden Beratungsstellen eng zusammen. Ziel ist es, Menschen in Notlagen finanziell zu unterstützen, wenn keine Ansprüche auf staatliche Leistungen bestehen. Die Unterstützung wird flexibel und durch Schenkungen oder zinslose Darlehen gewährt. In dieser Art und Weise hat der Verein häufig mit relativ geringen Summen dazu beigetragen, Notsituationen von Mitbürgern dauerhaft zu überwinden. Durch engagierte Werbung und großzügige Spenden, auch von Mitgliedern, wurden seit der Vereinsgründung mehr als 350.000 Euro Spendenmittel akquiriert und mehr als 300.000 Euro an Hilfen gewährt.

Laudatio von Christiane Kleemann, Geschäftsführerin der GEWOBA

Kategorie: Ehrenamtspreis zur Förderung des sozialen Zusammenhalts

Kurt Steinmann

Das Engagement des 75-jährigen Kurt Steinmann für die Nachbarschaft ist kaum in Worte zu fassen. Für seine Nachbarn in der Drewitzer Asta-Nielsen-Straße 3, eine Einrichtung für altersgerechtes Wohnen, ist er unverzichtbar geworden. Er unterstützt die Bewohner bei Arztgängen, Einkäufen, kleineren Reparaturarbeiten und hat immer ein offenes Ohr für sie. Er organisiert jährlich für seine Hausgemeinschaft die Weihnachtsfeier und unterstützt weitere Veranstaltungen im Haus. Besonders hervorzuheben ist das „Fest der Generationen“, bei dem die ganze Nachbarschaft zusammen kommt und das Kurt Steinmann jedes Jahr auf die Beine stellt. Dafür mobilisiert er gemeinnützige Vereine und Bürger aus Drewitz, die sich mit eigenen Beiträgen an dem Fest beteiligen. Darüber hinaus ist er auch anderen Institutionen im Stadtteil wie den EKidZ, dem Projektladen Drewitz oder dem Verein Way out bei der Organisation von Veranstaltungen behilflich.

Laudatio von Karin Juhász, Mitarbeiterin der Stadtverwaltung Potsdam im Bereich Stadterneuerung

Kategorie: Ehrenamtspreis für Generationen verbindende Arbeiten

Hannelore Mann

Hannelore Mann wirkt bereits seit sieben Jahren für die Pflegebegleiterinitiative Potsdam. Zudem war jahrelang als Projektinitiatorin bei „PELA“ (Potsdamer Engagement für Lebensqualität im Alter) tätig und hat großen Anteil an der stetigen Weiterentwicklung dieses Projektes. So organisierte sie die zweiwöchigen Fortbildungen und kümmerte sich darum. für die „Potsdamer Hilfe suchenden“ den richtigen „Helfer“ mit viel Fingerspitzengefühl und Engagement zu vermitteln. Darüber hinaus ist sie selbst über Jahre als Pflegebegleiterin aktiv. Zu Hause ist Hannelore Mann im Wohngebiet am Schlaatz. Dort kümmert sie sich um das Miteinander im Wohnumfeld und engagiert sich für die Integration der Menschen, die neu in den Stadtteil ziehen. Sie steht mit Ihrem Wissen und ihren Erfahrungen den neuen Pflegebegleitern zur Seite und hilft nach wie vor mit, dass die Anfragen auf Hilfe positiv beantwortet werden können. Dass das Projekt PELA nicht nur in Potsdam bekannt ist, ist auch ihr Verdienst. Bei Treffen mit anderen Pflegebegleitern aus Brandenburg sind ihre Erfahrungen und Kenntnisse stets gefragt. Hannelore Manns Optimismus ist ansteckend und motiviert die Menschen in ihrem Wohnumfeld ehrenamtlich mitzuwirken.

Laudatio von Carsten Hagenau, Geschäftsführer der PROJEKTKOMMUNIKATION Hagenau GmbH und Sprecher des Arbeitskreis Stadtspuren

Kategorie: „Ehrenamtspreis für Generationen verbindende Arbeiten“

Ernst-Dieter und Irmtraut Röhl

Das Ehepaar Ernst-Dieter und Irmtraut Röhl engagiert sich seit knapp zwei Jahren sehr intensiv im Ehrenamtsprojekt „Schülertraining“ des Selbsthilfe-, Kontakt- und Informationszentrums (SEKIZ e.V.) Sie vermitteln ihr Fach- und Lebenswissen an Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund und aus sozial benachteiligten Verhältnissen. Mit viel Liebe, Geduld und Engagement zeigen sie den Schülerinnen und Schülern im Einzelunterricht jeweils für eine Stunde, wie die deutsche Sprache und die Mathematik funktionieren. Die beiden Altersrentner sind für vier bis fünf Schüler pro Schulhalbjahr verantwortlich. Jede Woche kommen sie an ein bis zwei Tagen in die Hermann-Elflein-Schule, um das Training durchzuführen. Selbst in den Ferien vereinbaren sie mit besonders engagierten Schülern Termine, um mit ihnen zusammen zu lernen. Und das mit Erfolg: Viele Schüler sind durch den Unterricht des Ehepaars Röhl zu glücklichen und schulisch erfolgreichen Kindern geworden.

Laudatio von Andreas Kessel, stellvertretender Vorsitzender im Bundes- und Landesverband schulischer Fördervereine und Träger des Bundesverdienstkreuzes 2012

Kategorie: „Ehrenamtspreis an die Jugend der Stadt“

Kultür Potsdam

Kultür Potsdam (vorher Kulturloge Potsdam) will Menschen mit geringem Einkommen die Teilnahme an kulturellen und sportlichen Veranstaltungen ermöglichen. Nach etwa einjähriger Vorbereitungszeit im April 2013 haben die vier Studentinnen der Fachhochschule Potsdam, Luise Lützkendorf, Marta Majakova, Ricarda Schlegel und Claudia Steinwegs ihre Vermittlungstätigkeit begonnen und in dieser kurzen Zeit bereits beachtliche Erfolge errungen. Schon im Juli 2013 hatten sie 275 kostenlose Eintrittskarten an über 120 Potsdamerinnen und Potsdamer, die meisten mit Kindern, vermitteln können. Das haben die vier Studentinnen in ihrer Freizeit neben dem anstrengenden Studium auf die Beine gestellt. Bei ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit werden die vier Studentinnen von weiteren Kommilitoninnen der Fachhochschule Potsdam unterstützt. Bei der Suche nach Potsdamerinnen und Potsdamer, die von dem Angebot von Kultür Potsdam profitieren können, werden sie von sozialen Einrichtungen wie der Volkssolidarität oder der AWO unterstützt. Inzwischen haben sich schon 26 Kultur-, Freizeit- und Sportveranstalter bereit erklärt, für Kultür Potsdam kostenlos Karten zur Verfügung zu stellen.Mit dabei sind unter anderem die Biosphäre Potsdam, die fabrik Potsdam, das Filmmuseum Potsdam, der Filmpark Babelsberg, das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, der Lindenpark, das museum FLUXUS+, das Potsdam Museum. Das Kabarett Obelisk, das Sinfonieorchester Collegium musicum Potsdam, der SV Babelsberg 03, das Theater Poetenpack, das T-Werk, die Urania Potsdam, die Villa Schöningen, der Volkspark Potsdam, der 1. FFC Turbine Potsdam, der 1. VfL Potsdam.

Laudatio von Holger Neumann, Geschäftsführer der Energie und Wasser Potsdam und der Stadtentsorgung Potsdam

Kategorie: „Ehrenamtspreis in Natur und Wissenschaft“

Hans-Jürgen Paech

Hans-Jürgen Paech ist von Hause aus Geologe und betreibt seit 2000 intensive Forschungen zur Geschichte Potsdams. Besonders intensiv kümmert er sich um die Erkundung der Historie des Schlaatzes. Dabei versteht er es die Bewohnerinnen und Bewohner an seiner Forschungstätigkeit teilhaben zu lassen. Bereits seit 2003 schreibt er ehrenamtlich für die Stadtteilzeitung TauZone Artikel zur Historie des Schlaatzes und weitere historische Abhandlungen. Er bringt sich auch in die Redaktionsarbeit der TauZone ehrenamtlich ein. Bei den Stadtteilfesten informiert er die Besucher über seine Arbeiten und im Schlaatzer Lieder- und Lesebuch kann man einen ausführlichen Beitrag von ihm über die Geschichte des Wohngebietes zu lesen. Hans-Jürgen Paech führt ehrenamtlich die Vortragsreihe „Stadtgeschichte für Jedermann“ mit inzwischen 75 Veranstaltungen im Bürgerhaus im Schlaatz durch. Er vermittelt sein Wissen durch Führungen mit interessierten Bewohnerinnen und Bewohnern und ist auch aktiv an der Stadtteilarbeit und der Verständigung der Generationen beteiligt.

Laudatio von Daniel Beermann, Vorsitzender des Verein Soziale Stadt Potsdam

Kategorie: Ehrenamtspreis in Natur und Wissenschaft

Prof. Dr. Hans Oleak

Der Astrophysiker Prof. Dr. Hans Oleak ist seit 1980 aktives Mitglied der URANIA Potsdam. Seit 1995 ist er ununterbrochen im Vorstand des 1991 neu gegründeten Vereins URANIA „Wilhelm Foerster“ Potsdam e.V. tätig, bis 2011 als dessen Vorsitzender und bis heute als dessen stellvertretender Vorsitzender. Er berät und unterstützt die Bildungsarbeit des Vereins und des Planetariums. Darüber hinaus bringt er im Verein seine vielfältigen Ideen ein und engagiert sich bei deren Umsetzung. Zudem unterstützt er die Pflege der Website der URANIA und produziert DVD’s zu verschiedenen populärwissenschaftlichen Themen für Exkursionsvor- und Nachbereitungen.

Laudatio von von Wolfgang Puschmann, Vorsitzender des Seniorenbeirats der Landeshauptstadt Potsdam

Kategorie: „Ehrenamtspreis für sportliche Engagements“

Sven Seeger

Sven Seeger ist Trainer, Choreograph und gute Seele des RokkaZ e.V. in Potsdam, Brandenburgs größtem und erfolgreichstem Tanzsportverein im Bereich Hip Hop. Sven Seeger ist selbst seit vielen Jahren aktiver Tänzer und kann auf zahlreiche nationale und internationale Erfolge, beispielsweise als zwölffacher Weltmeister im Hip Hop, zurückschauen. Im RokkaZ e.V. trainiert er regelmäßig mehr als 150 Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene unterschiedlichster Nationalitäten, erstellt die Choreographien, organisiert Wettbewerbe, Tanzveranstaltungen und Fahrten zu Wettbewerben und führt Tanz- und Feriencamps durch. Beeindruckend ist Sven Seegers unermüdliche und mit einem immensen Zeiteinsatz verbundene ehrenamtliche Arbeit und das besonders an den Wochenenden. Auch über die Trainingszeiten hinaus kümmert er sich um die Kinder und Jugendlichen, gibt ihnen Ansporn und motiviert sie, ihre Fähigkeiten und Persönlichkeiten weiter zu entwickeln.

Laudatio von Jörn-Michael Westphal, Geschäftsführer der ProPotsdam GmbH

Kategorie: „Ehrenamtspreis für sportliche Engagements

Rainer Müller

Rainer Müller ist Cheftrainer in der Nachwuchsabteilung des Kanurennsports bei den Wassersportfreunden Pirschheide. Neben Familie und seiner Arbeit als selbständiger Unternehmer engagiert er sich mit Beständigkeit, mitreißender Zuversicht, unermüdlicher Energie und seinem Glauben an das soziale und gesellschaftliche Engagement im Kanuverein zugunsten von Kindern und Jugendlichen. Als Cheftrainer hat er den Kanurennsport als Breitensport an der Pirschheide auf dem ehemaligen Trainingsgelände der DEFA erhalten und erfolgreich entwickelt. Insgesamt trainieren heute unter seiner Leitung bei den Wassersportfreunden Pirschheide 48 Kinder und 20 Erwachsene als aktive Kanurennsportler. Von Montag bis Donnerstag bietet Rainer Müller ganzjährig allen Sportlern ein regelmäßiges Training in enger Zusammenarbeit mit weiteren Übungsleitern an. Er gibt den Sportlern die Möglichkeit, neben Schule und Arbeit sich sportlich wie persönlich in Teams zu entwickeln. Insgesamt sind es nicht weniger als 640 Kinder und Jugendliche, die bei Rainer Müller das Paddel-ABC erlernt haben.

Laudatio von Birgit Müller ,1. Stellvertreterin des Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung und Vorsitzende der AG Integrationspreis der Landeshauptstadt

Kategorie: „Ehrenamtspreis für langjähriges Engagement“

Heidi Schultz

Heidi Schultz kümmert sich seit 1975 ehrenamtlich um die Pflege der Städtepartnerschaft von Potsdam und Opole. Über zehn Jahre lang war sie für die Partnerschaft zwischen der Schule 51 in Potsdam und der Schule 16 in Opole verantwortlich. Sie ist eines der Gründungsmitglieder des Opole-Clubs Potsdam und war von 2004 bis 2008 Vorsitzende des Vereins. Auch danach blieb sie dem Vorstand des Städtepartnerschaftsclubs treu und ist bis heute verantwortlich für die Finanzen und die Vorbereitung der Reisen des Vereins. Darüber hinaus ist sie seit 15 Jahren Mitglied im Vorstand der Volkssolidarität der Gruppe 46 in Babelsberg und verantwortlich für Veranstaltungen und Reisen.

Laudatio von Reinhold Ehl, Vorstand des Vereins Soziale Stadt Potsdam

Kategorie: „Ehrenamtspreis für langjähriges Engagement

Harry Volbert

Seit 1992 steht Harry Volbert für die Wasserballer des OSC Potsdam als Trainer am Beckenrand. Der damals 60jährige weckte den zu DDR-Zeiten abgeschafften Sport aus dem Mauerblümchen-Dasein. Um Wasserfläche, Trainingszeiten und natürlich begeisterte Kinder und Jugendliche kämpfte Volbert – mit wachsendem Erfolg. Damals noch alle Altersklassen betreuend, suchte er sich rasch weitere ehrenamtliche Helfer. Nun steht er mit seinem 80 Jahren noch immer als Trainer den Jüngsten des Vereins zur Seite und konnte sich im Juni über den Gewinn des Ostdeutschen E-Jugend-Pokals (Jahrgänge 2001/2002) freuen. Auf Funktionärsebene kümmert sich Harry Volbert als zweiter Vorsitzender der Wasserball-Abteilung noch immer um die Belange seiner Athleten. Auf der Basis seiner Pionierarbeit hat sich der OSC in den letzten Jahren zum erfolgreichsten Nachwuchsverein Deutschlands entwickelt. Seit 2004 gingen elf nationale Titel im Jugendbereich an die Havel. Die Herrenmannschaft stieg 2008 fast ausschließlich mit Eigengewächsen in ihren Reihen in die 1. Bundesliga auf. Die letzte Saison schloss das jüngste Team der Liga als Fünfter ab und wird im Herbst erstmals im Europa-Pokal spielen.

Laudatio von Gabriele Röder, Leiterin des Friedrich-Reinsch-Hauses

Kategorie: Ehrenamtspreis für langjähriges Engagement

Dieter Wilhelm

Dieter Wilhelm hat mit 17 Jahren im Jahr 1957 seine ersten Schritte in der Tanzschule Brennförder in Potsdam gemacht. 1960 wurde in Potsdam im Klubhaus der Gewerkschaft Wissenschaft in Babelsberg im Lindenpark der Tanzsportclubs „ROT-GOLD“ Potsdam gegründet. Dieter Wilhelm war dort bis 1969 sowie wieder ab 1975 bis heute Vorsitzender des Vereins. Als Turniertänzer war und ist er ein Vorbild für viele andere Tanzsportler. Darüber hinaus hat er 1988 die Ausbildung zum Trainer C für Standard- und Latein-Tänze absolviert und ist auch heute noch Trainer einiger Übungsgruppen. Hervorzuheben ist die seit vielen Jahrzehnten engagierte ehrenamtliche Arbeit als Vorsitzender des Vereins sowie die gute Zusammenarbeit mit der Stadt und dem Stadtsportbund. In seiner tänzerischen Laufbahn hat er bis heute über 400 nationale und internationale Turniere erfolgreich bestritten. Für seinen Einsatz und seine Erfolge wurde er mit der Ehrennadel des Landestanzsportverbandes Brandenburg in Bronze sowie mit dem Tanzturnierabzeichen des Deutschen Tanzsportbundes in Silber ausgezeichnet.

Laudatio von Kathleen Walter, Leiterin des Projektladens Drewitz

Kategorie: „Sonderpreis der Landeshauptstadt Potsdam“

Günther Vandenhertz

Seit den 1950er Jahren wohnt und arbeitet Günther Vandenhertz als in Weimar ausgebildeter Diplom-Architekt in Potsdam. Bereits in den Anfangsjahren untersuchte er in Verbindung mit der Denkmalpflege Möglichkeiten einer Hotelnutzung für die noch vorhandene Ruine des Stadtschlosses. Auch für die Ruine der ehemaligen Garnisonkirche erarbeitete er Vorschläge zur Nutzung als Konzertkirche. Als Mitglied im Bund Deutscher Architekten (BDA) hat er sich neben seinen beruflichen Pflichten stets für eine zukunftsweisende bauliche Entwicklung unserer Stadt eingesetzt. Die Idee, einen Landtag in der leeren Mitte der Stadt zu etablieren, blitzte in den späten 1990er Jahren immer wieder einmal in der Presse auf, wurde aber von anderen Nutzungsvorstellungen überdeckt und verdrängt. Seine Mitarbeit in unterschiedlichen Bürgerinitiativen zur Gestaltung der Stadtmitte, im Stadt Forum Potsdam und im Beirat Potsdamer Mitte gipfelten 2001 in dem Nachweis, dass im Kubus des ehemaligen Stadtschlosses das Raumprogramm für einen Landtag der Bundesländer Brandenburg und Berlin unter Hinzunahme eines Teils des ehemaligen Schlosshofes unterzubringen ist. Das war die Initialzündung zu einem Entscheidungsprozess für den Bau des Landtages am historisch bedeutsamen Alten Markt. Die jahrelangen Mühen zur Durchsetzung dieser Vision gegenüber den Widerständen aus den verschiedensten Bereichen ist für einen Außenstehenden kaum zu ermessen und verdient Anerkennung.

Laudatio von Jann Jakobs, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Potsdam

Weitere Informationen

(PDF) Alle Nominierten für den Ehrenamtspreis 2013