Dank dem Ehrenamt

Potsdamer Ehrenamtspreis 2009

Die Landeshauptstadt Potsdam, die PRO POTSDAM GmbH und der Verein Soziale Stadt Potsdam e.V. hatten gemeinsam zur Bewerbung um den Potsdamer Ehrenamtspreis 2009 aufgerufen – und 66 Vorschläge und Bewerbungen wurden eingereicht. In der festlichen Atmosphäre der Friedenskirche am Park Sanssouci wurden am 24. September 12 Personen und Projekte für ihr beispielhaftes Engagement mit dem Potsdamer Ehrenamtspreis 2009 geehrt.

Oberbürgermeister Jann Jakobs verband seinen Dank an die vielen ehrenamtlich Tätigen in unserer Stadt mit der Überzeugung, dass ihr Beispiel dazu beitragen wird, noch mehr Menschen zum Mitmachen zu aktivieren.

Die Preisträger beim Potsdamer Ehrenamtspreis 2009

1. Preis für die Arbeit mit und für Senioren
Renate Kersten
Seit vielen Jahren ist Frau Kersten eine unermüdliche Stütze für das Evangelische Zentrum für Altersmedizin in Potsdam. Die heute 71-jährige ehemalige Seelsorgerin ist der „gute Geist“ der Einrichtung und des Krankenhauses. Mit Herzlichkeit und menschlicher Wärme ist sie jederzeit für die Belange der Patienten und Mitarbeiter da. Neben vielen weiteren Aktivitäten engagiert sie sich im Potsdamer Bürgerstift, im Landesseniorenrat und ist Vorsitzende der Evangelischen Frauenhilfe in Brandenburg. Renate Kersten war Initiatorin für den Lesetreff in der Weinbergstraße, wo kostenlos Bücher ausgeliehen werden können und regelmäßig zu Lesungen und Vorträgen eingeladen wird.

2. Preis für die Arbeit mit und für Senioren
Rosemarie Hausicke
In ihrem Wohnumfeld in Potsdam-West engagiert sich Rosemarie Hausicke seit vielen Jahren für die Nachbarschaftshilfe. Sie ist Vertrauensperson und Ansprechpartnerin für die Sorgen und Nöte ihrer Nachbarn, sie hört zu und ist da, wenn Rat und Hilfe benötigt werden. Sie schaut nach dem Rechten, erledigt kleine Besorgungen, nimmt auch mal ein Haustier in Pflege und weiß bei Bedarf, wo professionelle Unterstützung zu finden ist. Frau Hausicke trifft man bei der Sprechstunde im Treffpunkt der Genossenschaft PWG 1956 und bei Veranstaltungen zu Gesundheitsfragen. Sie ist Kontaktperson der Volkssolidarität im Wohngebiet und engagiert sich für die Senioren der Apothekerkammer Brandenburg, wo sie bis zu ihrem Ruhestand als Ausbilderin für den Berufsnachwuchs tätig war.

1. Preis für die Arbeit mit und für Kinder und Jugendliche
Alter engagiert sich für Zukunft
Bereits seit dem Jahr 2003 bringen bis zu 30 Seniorinnen und Senioren ihre Lebenserfahrung in das Projekt „Alter engagiert sich für Zukunft“ ein. Sie besuchen Kitas, Schulen und Horte und engagieren sich für jüngsten Potsdamer mit Sprach- und Leseförderung, Spielen, Vorlesen, Handarbeit, Hausaufgabenhilfe, Begleitung bei Ausflügen und vielem mehr. Das Projekt ist beim Förderverein Akademie 2. Lebenshälfte angesiedelt und basiert auf einer engen Zusammenarbeit mit dem Seniorenbeirat und vielen weiteren Einrichtungen. Mit einem monatlichen „Treffpunkt Ehrenamt“ werden die Ehrenamtler für ihre Tätigkeit informiert und weitergebildet, werden Erfahrungen ausgetauscht und das Gemeinschaftsgefühl gefestigt.

2. Preis für die Arbeit mit und für Kinder und Jugendliche
Carsten Werner und Berit Schwetzke
Seit 2004 bereiten der Journalist Carsten Werner und die Pädagogin Berit Schwetzke Nachrichten und Wissenswertes für Kinder auf, machen sie verständlich und stellen sie ins Internet. Auf den Seiten von www.news4kids.de werden die jüngsten Bürger ernst genommen und altersgerecht auch über politische Ereignisse informiert. Das Angebot wurde in den vergangenen fünf Jahren mehrfach als „sehr empfehlenswert“ bewertet. Die Kinder sind dabei nicht nur passive Nutzer, sie können selbst Meldungen oder Kommentare einreichen. Die Redakteure sitzen mehrmals wöchentlich in ihrer Freizeit am Computer, um die Kinder-Nachrichten zu aktualisieren.

1. Preis für langjähriges Engagement
Hasso Stefen
Im Laufe von 10 Jahren ehrenamtlicher Arbeit als Jobpate hat Hasso Stefen über 70 Menschen betreut und in das Arbeitsleben zurückgeführt. Er gehört zu den allerersten Aktivisten, die sich der Initiative „Arbeit durch Management/PATENMODELL“ der Diakonie beteiligten. Durch Betreuung und Coaching von Paten mit Erfahrungen aus der Wirtschaft, teilweise über Monate und Jahre hinweg, wird Langzeitarbeitslosen eine neue berufliche Perspektive vermittelt. Herr Stefen kann dabei auf eine Erfolgsquote von 90 Prozent verweisen.

2. Preis für langjähriges Engagement
Ruth Wendorff
Seit mehr als 40 Jahren ist Ruth Wendorf in der Wohnsportgemeinschaft Potsdam-Waldstadt e.V. sportlich wie ehrenamtlich aktiv. Im Jahr 1968 gründete sie eine Frauengymnastik-Gruppe und übernahm die Übungsleitung. Über viele Jahre hinweg trainierte sie in der Sektion Turnen-Gymnastik Frauen- und Kindergruppen und übernahm ehrenamtlich Funktionen in Verein und Sportverband. Heute ist Frau Wendorff Frauenwart im Vorstand des Verein und trainiert einmal wöchentlich eine Seniorinnen-Gruppe. Sie beteiligt sich an allen Aktivitäten des Vereinslebens und organisiert kulturelle Veranstaltungen und Ausflüge des Vereins.

1. Preis für das Engagement zugunsten der Umwelt
Hiltrud Berndt
Als Landschaftsarchitektin war Hiltrud Bernd 40 Jahre lang für das öffentliche Grün und den kommunalen Freiraum Potsdams beruflich und weit darüber hinaus tätig. Bis heute gehören ihre Begeisterung und ihre Liebe den Planzen und einem gesunden wie stimmigen Lebensumfeld der Menschen. Dabei ist sie Neuem ebenso aufgeschlossen wie dem Wissen und den Erfahrungen vergangener Generationen. Ihrem persönlichen Einsatz ist neben vielem anderen der Erhalt des Neuendorfer Angers samt Kirche und die Sicherung des Standorts der Bittschriftenlinde zu verdanken. Großen Anteil hatte sie auch an der Goldmedaille für Potsdam beim Wettbewerb Entente Florale in den Jahren 2004 und 2005.

1. Preis für das Engagement für die Stadtentwicklung
Johnny Lehmann
Vielen Drewitzern ist Johnny Lehmann gut bekannt. Wo immer es darum geht, anderen Menschen zu helfen oder etwas für das Gemeinwesen zu tun, ist er schnell zu begeistern und mit vollen Einsatz dabei. Dann schließt er sich Projekten und Ideen an oder ergreift einfach selbst die Initiative. An der Grundschule am Priesterweg ist er einer der Streitschlichter der „Seniorpartner in School“, er arbeitet bei der „Potsdamer Tafel“ am Kirchsteigfeld mit, hat einen Fotoclub für Kinder und Erwachsene in Drewitz gegründet, bietet Gitarrenkurse für finanziell benachteiligte an, verfasst Artikel für die Stadtteilzeitung und vieles mehr.

2. Preis für das Engagement für die Stadtentwicklung
Eberhard Bewer
Als Vorsitzender des Behindertenbeirates Potsdam hat sich Eberhard Bewer von 2006 bis 2009 für die Belange behinderter Menschen eingesetzt. Unter seiner Leitung wurden zum Beispiel die Parkplatzsituation und die Zugänge zur Stadtverwaltung und den Bürgerhäusern analysiert und eine verbesserte Barrierefreiheit durchgesetzt. Die kritische Begleitung beim Bau des neuen Hans-Otto-Theaters und seine Mitarbeit im VIP-Kundenbeirat trugen zu Problemlösungen im Interesse von Behinderten bei. Aus gesundheitlichen Gründen konnte Herr Bewer in diesem Jahr nicht mehr für den Behindertenbeirat kandidieren, unter anderem in der AG Barcelona setze er sich jedoch weiterhin für Barrierefreiheit in Potsdam ein.

Sonderpreis Menschlichkeit
Hospiz- und Palliativberatungsdienst Potsdam
Schwerkranke und sterbende Menschen brauchen neben Medizin und Pflege einfühlsame Zuwendung und Begleitung. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des ambulanten Hospizdienstes leisten diese wichtige Unterstützung und entlasten gleichzeitig die pflegenden Angehörigen. Mit regelmäßigen Besuchen zu Hause und in stationären Einrichtungen bieten sie menschliche Zuwendung, Nähe und Unterstützung für die Zeit, die vom Leben noch bleibt. Träger des seit 2001 bestehenden Hospizdienstes sind die Gemeinnützige Diakoniegesellschaft Herrmannswerder und der Malteser Hilfsdienst Berlin.

Sonderpreis Toleranz
Mykhaylo Tkach
Die Integration vom Migranten und das jüdische Leben in Potsdam sind Mykhaylo Tkach ein besonderes Anliegen. Seit 2004 ist er ehrenamtlich für die Jüdische Gemeinde tätig und engagiert sich unermüdlich dafür, dass sich jüdische und nichtjüdische Potsdamer näher kommen. Viele kulturelle Projekte, wie Ausstellungen, Konzerte, Straßenfeste, gehen auf seine Initiative zurück. Darüber hinaus setzt sich Herr Tkach stark für die berufliche Integration ein, zum Beispiel für Lehrkräfte, Ärzte und Krankenschwestern mit Migrationshintergrund.

Sonderpreis International
Joachim Briesemann
Das ehrenamtliche Engagement von Joachim Briesemann zeichnet sich besonders durch seine Beständigkeit aus. Seit 26 Jahren ist er im Potsdamer Verein tierra unida e.V. tätig und sammelt Gleichgesinnte um sich. Er organisiert Solidaritätsaktionen und Veranstaltungen zum Thema Lateinamerika und gewinnt Unterstützer für ein Gesundheitsprojekt in Salitre (Ecuadaor), das der Verein seit 13 Jahren fördert. Herr Briesemann ist es gelungen, Studenten, Kirchengruppen und interessierte Bürger generatiosübergreifend zusammen zu bringen und für gemeinsame Projekte der Entwicklungspolitik oder der Ökologie zu gewinnen.

Wir gratulieren den Preisträgern und danken Ihnen und allen Teilnehmern am Potsdamer Ehrenamtspreis für ihr uneingennütziges Engagement zum Wohl der Gemeinschaft.

Weitere Informationen

16 Kommentare


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