ref.connect

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Wie in den Medien allgegenwärtig berichtet, führen die Zustände in Krisengebieten aus aller Welt zu einer großer Zahl von geflüchteten Menschen. Sie suchen Asyl in kriegsfreien Ländern, unter anderem auch in Deutschland.

Aus dieser Situation heraus beschäftigen sich Studierende der Fachhochschule Potsdam aus dem Studiengang Kulturarbeit mit dem daraus resultierenden Prozess der Integration und Kommunikation. Sie setzten sich mit der Frage auseinander: Wie soll die Integration von Flüchtlingen praxisrelevant und zeitnah umgesetzt werden?

In dieser Phase sind Probleme aufgetreten, die oft auf Sprachbarrieren zurückzuführen sind.

An diesem Punkt setzt ref.connect an.

ref.connect sieht die Fremdsprachen der Flüchtlinge als Potential für Fremdsprachenstudierende in der Region Berlin und Brandenburg. Diese benötigen in ihrer Lernphase Praxisanwendung in der belegten Unterrichtssprache.

Beide Seiten, sowohl die Flüchtlinge als auch die Sprachmittler_innen, profitieren voneinander. Der Flüchtling wird bei Behördengängen, Arztbesuchen etc. unterstützt, während die Sprachmittler_innen sich in der Fremdsprache üben.

Initialisierit wurde das Projekt im Mai 2014 von vier Studentinnen im Rahmen des Studiengangs Kulturarbeit an der Fachhochschule Potsdam und es agiert unter der Trägerschaft des AWO Bezirksverbands Potsdam e.V.

Als Sprachmittler_in bei ref.connect aktiv werden kann jeder, der neben Deutsch noch eine Fremdsprache spricht. Zur Zeit werden viele Menschen gesucht, die Arabisch, Urdu oder Persisch sprechen.

Die Sprachmittler_innen müssen nicht zwingend eine professionelle Qualifikation besitzen. Es wird darauf geachtet, dass der Einsatz dem Sprachniveau der Sprachmittler_innen entspricht und die Grenzen des Ehrenamtes nicht überschritten werden.

Auf der Website www.ref.connect.de werden laufend Gesuche veröffentlicht, für welchen Anlass und welcher Sprache Sprachmittler_innen benötigt werden. Über die Schnittstelle der Beratungs- und Betreuungseinrichtungen wird dann ein direkter Kontakt hergestellt, über wichtige Details informiert und Ort und Zeit des Treffens geklärt. Wer nicht sofort einen passenden Einsatz findet, kann sich unverbindlich registrieren und wird dann im Bedarfsfall kontaktiert. Außerdem gibt es auf der Website einen Bereich der auf Veranstaltungen rund ums Thema aufmerksam macht und Informationsmaterial zur Flüchtlingssituation und zum ehrenamtlichem Engagement, insbesondere der Sprachmittlertätigkeit, bereithält.

Für die Unterstützung kann der Ehrenamtliche ein Zertifikat bekommen. Dieses beinhaltet ein qualifiziertes Zeugnis und bescheinigt das Engagement im sozialen Bereich sowie die Anwendung der Sprachkenntnisse.

Durch die enge Zusammenarbeit mit der AWO beziehen sich die Einsätze derzeit hauptsächlich auf deren Einrichtungen, zum Beispiel auf die AWO Ehrenamtsagentur oder die Wohnanlage im Lerchensteig. Demnach finden die Termine auch in Potsdam und Umgebung statt.

Weitere Informationen

Ansprechpartner/in: Alice Bergander
Email: info@refconnect.de
Website: www.refconnect.de

Der Arbeiter- und Wohlfahrtsverbands Potsdam Mittelmark (AWO) ist Träger des Flüchtlingsprojekts ref.connect. Der ehrenamtliche Einsatz bei ref.connect wird von der AWO gestützt und zertifiziert.