Sinn, Halt und Gemeinschaft

5 Gründe, warum ein Ehrenamt glücklich macht

Es gibt viele verschiedene Gründe sich ehrenamtlich zu engagieren und die dafür sprechen und die unser Leben reicher und erfüllter machen können. Im Großen und Ganzen lassen sich folgende Punkte finden:

Grund 1: Soziales Engagement gibt Ausgleich, Sinn und Halt

Viele Menschen nutzen das Ehrenamt als Ausgleich zu ihrer Arbeit. Dort, wo die Arbeit einen möglicherweise nicht mit Sinn erfüllt, kann das Engagement dieses geben. Weil man das tut, was man gern tut, oder sich einsetzt für die Dinge, die einem wichtig sind: für den Naturschutz, für soziale Projekte, für benachteiligte Menschen … Man hat den Eindruck, etwas bewegen zu können.

Viele Menschen setzen in einem Ehrenamt das um, was sie im Job nicht tun können. Wer möglicherweise den ganzen Tag im Büro arbeitet, hat Lust, sich in der Freizeit aktiv zu beschäftigen, und trainiert eine Schwimmgruppe.

Oder gerade wenn man keine Arbeit hat und auch nicht so viele Menschen um sich herum, die einem wichtig sind, dann kann eine freiwillige Tätigkeit Halt geben. Aber natürlich auch allen anderen Menschen. Denn bei dem Ehrenamt weiß man, was man hat. Man wird gebraucht und bekommt dadurch einen festen Platz in der Welt.
Grund 2: Ein Ehrenamt stärkt das Gemeinschaftsgefühl

Ehrenamtliches Engagement stärkt das Gemeinschaftsgefühl. Ob man gemeinsam in der Gruppe einen Spielplatz renoviert oder mit jungen Menschen das Voltigieren übt. Anderen etwas beizubringen, gemeinsam etwas zu schaffen, einfach gemeinsam Zeit miteinander zu verbringen lässt die Menschen einander näherkommen. Es gibt das Gefühl, nicht allein zu sein in einer Welt, die Individualisierung immer weiter vorantreibt.

Außerdem lernt man in vielen Tätigkeiten viele neue Menschen kennen. Dadurch entstehen häufig Freundschaften, die das eigene Leben bunter machen.

Grund 3: Helfen macht einfach Spaß – und vor allem glücklich!

Helfen macht einfach Spaß und glücklich. Das haben die Glücksforschung und die positive Psychologie schon lange erkannt – und auch wissenschaftlich nachgewiesen.

Denn indem wir anderen Menschen helfen, bekommen wir ganz viel zurück. Wenn man mit einem behinderten Kind spielt und einen dieses Kind anstrahlt, weil es sich einfach so unheimlich freut, dann geht es einem auch selbst gut. Oder wenn sich die Besuchergruppe im Wald dafür begeistern kann, auch endlich die seltene Vogelart zu sehen, dann sind wir stolz, ihnen dies zeigen zu können.

Wir bekommen also meist eine direkte Reaktion auf das, was wir tun.

Grund 4: Soziales Engagement stärkt das Selbstwertgefühl

Wenn man sich engagiert, bekommt man meist unheimlich viel Dankbarkeit und Anerkennung zurück.

Denn ein Ehrenamt ist nicht selbstverständlich. Man bekommt eben kein Geld dafür. Man macht es einfach so, weil man gern etwas für andere tun möchte.

Aber natürlich nimmt man selbst durch die Anerkennung und Dankbarkeit der anderen etwas mit, denn man merkt: Ich habe etwas geschafft oder erreicht, das für andere von Bedeutung ist. Und das stärkt unheimlich unser Selbstwertgefühl. Das tut einfach gut und macht uns Menschen stark.

Außerdem können wir unsere Stärken im ehrenamtlichen Engagement einbringen. In einem Ehrenamt kann man das, was man sehr gern tut oder auch einfach gut kann, umsetzen und weiter ausbauen. Das stärkt auch das Selbstwertgefühl, weil wir das Gefühl bekommen, mit unseren Fähigkeiten gebraucht zu werden.

Grund 5: Ein Ehrenamt stärkt die soziale Kompetenz

Wenn man sich ehrenamtlich engagiert, dann lernt man auch unheimlich viel über den Umgang miteinander.

Da muss diskutiert werden, ob das Stadtteilfest nun hier oder dort stattfindet. Wer mit Gruppen arbeitet, nimmt zunächst an einer Gruppenleiterausbildung teil und erfährt etwas über Gruppenprozesse und Konfliktarbeit.

Bei vielen Engagements gibt es Fortbildungen, die man nutzen kann. Man lernt viel Neues, das einem auch im Alltag und im Beruf nützlich sein kann und die eigene Persönlichkeit prägt.

Ist freiwilliges Engagement etwas für mich?

Ein Ehrenamt kann das eigene Leben verändern. Es kann einem dabei helfen, sich selbst weiterzuentwickeln, weil man neue Erfahrungen macht, die einen prägen. Und es kann einem Sinn geben, wenn einem dieser gerade fehlt.

Sicherlich kann man diese Aspekte auch über andere Wege für sich erreichen. Über die Arbeit, über Familie, Freunde etc. Doch wem das nicht gelingt oder wer ergänzend etwas tun möchte, für den kann ein freiwilliges Engagement vielleicht eine Möglichkeit sein, dem eigenen Leben einen anderen Anschubs zu geben.

Falls Sie Lust haben, nutzen Sie doch die folgenden Fragen, um herauszufinden, ob ein Ehrenamt etwas für Sie ist, und um vielleicht auch schon eine Idee zu bekommen, in welche Richtung ein solches Ehrenamt gehen könnte:

  • Wünschen Sie sich derzeit mehr Ausgleich, Halt und Sinn im Leben?
  • Wünschen Sie sich manchmal das Gefühl, dazuzugehören oder gebraucht zu werden?
  • Wünschen Sie sich manchmal mehr Anerkennung und Dankbarkeit?
  • Möchten Sie gern Ihre Stärken anders einbringen als bisher?
  • Haben Sie Lust, sich selbst weiterzuentwickeln, Neues zu lernen?
  • Was könnte sich Gutes in Ihrem Leben entwickeln, wenn Sie ein Ehrenamt bekleiden?
  • Was könnte Ihr Ziel eines Ehrenamts sein?
  • Wem möchten Sie gerne helfen und wen unterstützen?
  • Was machen Sie gern? Was sind Ihre Stärken? Und wer könnte von diesen Stärken und Interessen profitieren?
  • Wie viel Zeit könnten Sie theoretisch einbringen? Wie viel Zeit möchten Sie einbringen?
  • Möchten Sie etwas in der Gruppe machen oder lieber allein, z. B. als Begleitung einer Person?

Quelle: Zeit zu leben – Warum Ehrenamt glücklich macht

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