Potsdamer Ehrenamtspreis 2019 verliehen

Die Jury vergab sechs Preise und elf Anerkennungen in der Schinkelhalle.


Helga Pritz-Schmidt und Rainer Schmidt nehmen den Ehrenamtspreis
im Namen der Wunschgroßeltern entgegen. 
Foto: Stefan Gloede

Der Potsdamer Ehrenamtspreis wurde am 13. Juni zum 13. Mal verliehen. Im Beisein von Oberbürgermeister Mike Schubert wurden in der Schinkelhalle sechs Ehrenamtspreise und elf Anerkennungen verliehen. Mit dem Ehrenamtspreis, der in diesem Jahr unter dem Motto „Für eine liebenswerte Stadt für ALLE“ stand, werden die vielfältigen Engagements und Freiwilligentätigkeiten von Potsdamerinnen und Potsdamern gewürdigt, die sich in unserer Stadt für die Belange Anderer einsetzen und dafür unentgeltlich ihre Zeit und ihre Kraft investieren.

Die Preise in sechs Kategorien wurden an folgende Personen und Institutionen verliehen:

Ehrenamtspreis für langjähriges Engagement an Gerda Weise, Wolfgang Hildebrandt, Jörg Hauer, Marion Grosse und Cathrin Geisler, die seit vielen Jahren sehr aktiv und ehrenamtlich für den Ambulanten Hospizdienst der Hospiz- und Palliativberatung Potsdam tätig sind.

Preis für das ehrenamtliche Engagement für die Entwicklung der Quartiere an Petra Prestel  für die ehrenamtliche Arbeit bei der Wiederherstellung und Reparatur einer Straßenbahn aus dem Jahr 1907, mit der das Potsdamer Stadtbild bereichert worden ist.

Ehrenamtspreis für Toleranz und solidarisches Miteinander an
Steffen und Marcus Bennarndt 
für die HIV-Präventions- und Öffentlichkeitsarbeit, mit der sie seit Jahren der AIDS-Hilfe Potsdam zur Seite stehen.

Sonderpreis der EWP für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen
an Die Wunschgroßeltern – Helga Pritz-Schmidt und Rainer Schmidt, die seit 13 Jahren ehrenamtlich soziale Arbeit mit 15 Familien und insgesamt 35 Kindern leisten.

Ehrenamtspreis für die Hilfe in der Not an Jan von Bergen für seine aktive Arbeit in der Freiwilligen Feuerwehr Groß Glienicke, der er seit 1982 in verschiedenen Funktionen angehört.

Ehrenamtspreis für den Schutz und Erhalt von Natur und Umwelt an
Fridays For Future Potsdam,
die mit ihren wöchentlichen Protesten auf den aktuellen Klimanotstand aufmerksam machen.

Neben den Preisen vergab die Jury Anerkennungen in Würdigung außerordentlicher ehrenamtlicher Leistungen:

Für ihr ehrenamtliches Engagement für die Entwicklung der Quartiere erhielten die Gruppe KKQ 3 – Aktive Kreative, die zur Erstellung eines tragfähigen Konzeptes für ein Kultur- und Kreativquartier in der Stadtmitte beigetragen haben, und Ulrike Harder und die GärtnerInnen in Nachbarschaftsgarten Scholle 34 Anerkennungen.

Für ihren Einsatz für Toleranz und solidarisches Miteinander erhielt Ingo Horst Krowczynski für sein großes Engagement für die Kinder und Familien in Drewitz und das Team der Ehrenamtlichen im AWO Eltern-Kind-Zentrum (EKiZ) Am Stern, ohne die es nicht möglich wäre, die zahlreichen Angebote für Eltern umzusetzen, eine Anerkennung.

Mit zwei weiteren Anerkennungen würdigte die Jury das langjährige ehrenamtliche Engagement. Sie wurden an Christian Raschke für die langjährige Erinnerungs- und Gedenkarbeit für die Opfer des Nationalsozialismus und an Nadine Seel vergeben, die im Jahre 2005 die Selbsthilfegruppe „Menschen mit Ängsten“ gegründet hat.

Eine Anerkennung für die Hilfe in der Not erhielt Dr. Ernst Cantner für die Arbeit mit Jugendlichen und Flüchtlingen, denen er mit Rat und Tat bei der Suche nach dem richtigen Ausbildungs- und Studienplatz zur Seite steht.

Anerkennungen für den Schutz und Erhalt von Natur und Umwelt erhielten die Einsatz- und Rettungstaucher der DLRG Ortsgruppe Potsdam für die regelmäßige Unter-Wasser-Reinigung der Alten Fahrt, um das jährliche Inselschwimmen möglich zu machen, und Jörg Näthe für das Engagement für das Gartendenkmal Freundschaftsinsel und das kulturelle Erbe von Karl Foerster.

Für ihre ehrenamtliche Arbeit mit Kindern und Jugendlichen gab es Anerkennungen für die Kinderschwimmausbildung der DLRG Ortsgruppe Potsdam, bei der unzählige Potsdamer Kindern das Schwimmen lernen, und dem Verein MaMis en Movimiento Potsdam für die Unterstützung bilingualer Familien mit einem spanischsprechenden Elternteil beim Integrationsprozess in Potsdam.

Gemeinsame Auslober des Ehrenamtspreises sind die Landeshauptstadt Potsdam, die ProPotsdam GmbH und der Verein Soziale Stadt Potsdam. Hauptpartner war zum siebenten Mal die Energie und Wasser Potsdam GmbH, die den Sonderpreis in der Kategorie „Arbeit mit Kindern und Jugendlichen“ gestiftet hatte.

Der Preis war am 13. Februar 2019 ausgelobt worden. Die Bewerbungsfrist lief bis zum 9. Mai. Es sind in diesem Jahr 39 Vorschläge und Bewerbungen eingegangen. Seit 2007 wurden 960 Personen und Institutionen für den Potsdamer Ehrenamtspreis vorgeschlagen.

In der Jury für den Potsdamer Ehrenamtspreis 2019 arbeiteten u.a. Jörn-Michael Westphal, Geschäftsführer der ProPotsdam GmbH und der Stadtwerke Potsdam GmbH, Karin Juhàsz, Mitarbeiterin der Landeshauptstadt Potsdam, Dr. Karin Sadowski, die Leiterin Produktmarketing der Energie und Wasser Potsdam GmbH und Daniel Beermann, Geschäftsführer des Vereins Soziale Stadt Potsdam mit.

Die Bewerbungen und Vorschläge wurden nach den Kriterien Einsatz und Engagement, Originalität und Kreativität, Nachhaltigkeit und Modellcharakter sowie Bereicherung für die Zivilgesellschaft beurteilt.