Anerkennung für Ausdauer und Unerschrockenheit

Die Initiative KKQ3 – Aktive Kreative und die Nachbarschaftsgärtner*innen der Scholle 34 haben sich ehrenamtlich um die Entwicklung der Quartiere verdient gemacht.
Foto: Stefan Gloede

Beim 13. Potsdamer Ehrenamtspreis erhielten die Initiative KKQ3 – Aktive Kreative und der Nachbarschaftsgarten Scholle 34 Anerkennungen in der Kategorie „Ehrenamtliches Engagement für die Entwicklung der Quartiere“.

Die Laudatio sprach Jurymitglied Karin Juhàsz, Mitarbeiterin der Landeshauptstadt Potsdam. Wir dokumentieren an dieser Stelle ihre Rede.

„Potsdam ist nicht nur in einer wunderschönen Landschaft eingebettet, ergänzt durch eine einzigartige Kulturlandschaft. Und auch die Kultur sucht seit Jahren ihren adäquaten Platz in der Stadtlandschaft. Dabei geht es darum, den Kultur- und Kunstschaffenden, kurz den Kreativschaffenden der Stadt, nicht nur eine Daseinsberechtigung zu attestieren, sondern Kreativität aller Genre zu ermöglichen und zuzulassen.

Dazu ist eine weitere Kunst erforderlich, die Kunst der Kommunikation, des Beteiligens, des gegenseitigen Zuhörens, des Kompromisssuchens und -findens sowie des Konzepteschreibens. Viele Stunden sind für solche Verfahren notwendig, die alle Prozessbeteiligten aufwenden müssen, um eine für alle Seiten akzeptable Lösung zu finden, die dann auch für einen möglichst langen Zeitraum trägt.

Und dann steht da noch die Frage des ‚genius loci‘ im (Stadt-)Raum. Ja, wo ist der richtige Ort für den Geist der Kultur? Jeder Kreativschaffende wird diese Frage für sich anders beantworten. Aber irgendwie gehört die Kultur auch in die Mitte einer Stadt, dort, wo sie viele Menschen erreicht und ebenso auch für viele erreichbar ist, eben die Philosophie der kurzen Wege.

Die gute Erreichbarkeit ist auch ein wichtiges Thema für gemeinsames Gärtnern. Trotz einiger, nicht unerheblicher Schwierigkeiten blieben die Gemeinschaftsgärtner*innen am Ball.

Irgendwie fiel mir dabei der hemdsärmelige Spruch ‚Nur die Harten kommen in den Garten‘ ein. Und wahrscheinlich ist das wirklich so, nur die, die am Ball bleiben, haben dann am Ende auch Erfolg. Die Urbarmachung von Brachen, um nachhaltige Ideen mit gesundem Bewusstsein für die Umwelt umzusetzen, ist das Markenzeichen für den Nachbarschaftsgarten in Potsdam-West.

Für ihr ehrenamtliches Engagement spricht die Jury ihre Anerkennung den Initiativen KKQ3, den Aktiv-Kreativen der Steuerungs- und Lenkungsgruppe für deren Ausdauer und Nachdrücklichkeit und den Gärtner*innen im Nachbargarten Scholle 34 für ihre Unermüdlichkeit und Unerschrockenheit gegenüber allen Widrigkeiten aus.“

Gemeinsame Auslober des Ehrenamtspreises sind die Landeshauptstadt Potsdam, die ProPotsdam GmbH und der Verein Soziale Stadt Potsdam. Hauptpartner war zum siebenten Mal die Energie und Wasser Potsdam GmbH, die den Sonderpreis in der Kategorie „Arbeit mit Kindern und Jugendlichen“ gestiftet hatte.