FreiwilligenPass des Landes Brandenburg

Die Stadtverordneten der Landeshauptstadt Potsdam haben mit dem Ehrenamtskonzept beschlossen, im Jahr 2010 einen Ehrenamtspass einzuführen, um die ehrenamtlichen Leistungen Potsdamer Bürgerinnen und Bürger zu würdigen. Für die konkrete Umsetzung wird der FreiwilligenPass des Landes Brandenburg genutzt, der im Mai 2010 erstmals vergeben wurde. Jede Institution, jedes Projekt, jeder Verein und Verband sowie jede Fachstelle ist für einzelne Personen antragsberechtigt.

Der FreiwilligenPass des Landes Brandenburg wird durch das Land Brandenburg ausgestellt. Seine Aushändigung erfolgt entsprechend der vom Land Brandenburg aufgestellten Kriterien, zu denen Sie weiter unten auf dieser Seite nähere Informationen finden.

Der FreiwilligenPass ist Teil der Anerkennungskultur in der Landeshauptstadt. Ehrenamtlich Tätige, die einen FreiwilligenPass erhalten wollen, wenden sich an die Einrichtung, in deren Auftrag sie die ehrenamtliche Arbeit leisten.

Anerkennung in der Landeshauptstadt

  1. Die Landeshauptstadt Potsdam übernimmt den von anerkannten Spitzenverbänden und Fachstellen im Land begleiteten FreiwilligenPass des Landes Brandenburg und setzt ihn entsprechend der benannten Anerkennungs- und Würdigungskriterien ein.
  2. Der Antrag zum FreiwilligenPass ist über die Potsdamer Beratungs- und Ehrenamtsagenturen erhältlich und steht im Internet zum Download bereit (siehe unten auf dieser Seite).
  3. Die Aushändigung des FreiwilligenPasses, nach Möglichkeit im Rahmen einer kleinen Würdigungsszeremonie, ist Sache der Träger der ehrenamtlichen Arbeit.
  4. Bei der Anwendung und Interpretation der Vergabekriterien beraten die Fachstellen und Ehrenamtsagenturen in Potsdam gern die örtlichen Institutionen, Projekte und freien Träger.
  5. Auf deren Vorschlag lädt die Landeshauptstadt Potsdam als ein Zeichen der Wertschätzung bürgerschaftlichen Engagements jährlich wechselnd ausgewählte Passinhaber zur Festveranstaltung „Potsdamer Ehrenamtspreis“ ein.
  6. In sozialen Härtefällen können Aufwendungen, die in unmittelbarem Zusammenhang mit der Ehrenamtstätigkeit stehen und ihre Ausübung erschweren, bis zu einem Betrag von 20 Euro im Monat erstattet werden. Die Erstattung erfolgt über die bekannten Fachstellen und Ehrenamtsagenturen in Potsdam.

Soziale Härtefallregelung vor Ort

In Verbindung mit dem FreiwilligenPass des Landes Brandenburg und seinen Kriterien richtet sich die Erstattung von tatsächlichem Aufwand für zur Höhe von maximal 20 Euro im Monat an diese Gruppen:

  • EmpfängerInnen von Hilfe zum Lebensunterhalt (SGB XII)
  • EmpfängerInnen von Grundsicherung im Alter oder bei Erwerbsminderung (SGB XII)
  • EmpfängerInnen von Sozialgeld oder Arbeitslosengeld II
  • EmpfängerInnen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz
  • Auszubildende, Studierende und PraktikantInnen (mit gültiger Bescheinigung)
  • Menschen mit Behinderungen, deren Handicap von dauerhafter Art ist
  • Einzelpersonen, deren Situation zu einer der genannten Gruppen vergleichbar ist, z.B. Grundwehrdienst- und Zivildienstleistende

Es besteht in jedem Fall kein Anspruch auf eine Aufwendungserstattung. Umfang und Möglichkeiten berücksichtigen das im Haushalt von der Stadtverordnetenversammlung der Landeshauptstadt Potsdam zur Verfügung gestellte Budget, das über die Fachstellen und Ehrenamtsagenturen zur Auszahlung kommt.

Vorgestellt

Der FreiwilligenPass des Landes Brandenburg

Die Landesregierung hat den FreiwilligenPass eingeführt, um bürgerschaftliches und ehrenamtliches Engagement zu würdigen. Der Pass belegt und würdigt ehrenamtliches Engagement und gibt Auskunft, welche Erfahrungen durch bestimmte Tätigkeiten erworben und welche Verantwortung übernommen wurde. Dieser Nachweis kann für den Berufseinstieg, das berufliche Fortkommen oder den Wiedereinstieg in das Berufsleben von Nutzen sein.

Alle Ehrenamtler, die älter als 14 Jahre sind und sich mindestens 80 Stunden regelmäßig innerhalb eines Jahres oder zeitlich befristet in einem oder mehreren Projekten ehrenamtlich in Brandenburg engagiert haben, können den FreiwilligenPass beantragen.

Der FreiwilligenPass wird von der Koordinierungsstelle für Bürgerschaftliches Engagement in der Staatskanzlei ausgestellt und kann ab sofort beantragt werden. Künftig können den FreiwilligenPass auch Organisationen und Einrichtungen ausstellen, die dafür in einem kurzen, unbürokratischen Verfahren anerkannt werden.

Weitere Informationen

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