Preisverleihung

Laudatio von Christiane Kleemann, PRO POTSDAM GmbH

Erinnern Sie sich an das Wort „urst“? Ich buchstabiere mal: Ullrich, Richard, Siegfried, Theodor: Urst. Die meisten werden es kennen, es ist nämlich ein Wort, das ursprünglich in der DDR vor allem unter Jugendlichen gebräuchlich war und soviel bedeutet wie „stark“, „toll“ oder „prima“. Zum Beispiel: „Du hast ja nen ursten Sonnenbrand!“ oder: „Das war je eine urste Party!“

Alter engagiert sich für Zukunft

Viele ältere Menschen möchten gern mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. In Schulen, Kitas und anderen Einrichtungen wie z.B. der „Arche“ gibt es dafür großes Interesse und vielfältige Möglichkeiten. Seit 2003 hat die Akademie „2.Lebenshälfte“ umfangreiche Partnerschaften auf den Weg gebracht. Hier kann man sich zeitweise, aber auch sehr langfristig einbringen. Dabei geben die Älteren ihre Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen an Jüngere weiter. Ihre Kompetenzen aus Alltag und Familie sind mehr denn je gefragt.

Seniortrainer(in)

Bei den Seniortrainern sind bürgerschaftlich engagierte ältere Bürger nach der Erwerbstätigkeit aktiv. Sie bringen sich durch eigene Vorhaben ein und werden durch die Akademie „2.Lebenshälfte“ begleitet und unterstützt. Sie teilen ihr spezielles Wissen und ihre reiche Lebenserfahrung mit anderen. Gefragt sind Ideen, Lust auf neue Projekte und Enthusiasmus.

PELA - Potsdamer Engagement für Lebensqualität im Alter

Im Projekt PELA (Potsdamer Engagement für Lebensqualität im Alter) der Akademie „2. Lebenshälfte“ sind Freiwillige tätig, die sich für eine höhere Lebensqualität im Alter in der Stadt Potsdam engagieren. So stehen die ausgebildeten Pflegebegleiter pflegenden Angehörigen zur Seite, sind ihnen behilflich bei der Organisation des Pflegealltags und suchen nach Möglichkeiten zu deren Entlastung.

Akademie "2. Lebenshälfte" Potsdam

Die Akademie „2. Lebenshälfte“ engagiert sich für die Nutzung, Erhaltung und Weiterentwicklung der Kompetenzen von Menschen in der zweiten Lebenshälfte. Sie möchte dazu beitragen, dass Ältere ihre vielfältigen Kenntnisse und Fähigkeiten, ihre Lebenserfahrung und ihre Kreativität stärker in die Gesellschaft einbringen können. Gleichzeitig ist es Ziel der Arbeit, den Kommunen und Einrichtungen deutlich zu machen, welch einen „Schatz“ sie mit der wachsenden Zahl engagierter Älterer haben, den es noch besser wahrzunehmen gilt.

"Sie sind das Herz Potsdams"

Die Preise sind vergeben. Umrahmt von festlicher Musik und der feierlichen Atmosphäre der Friedenskirche am Park Sanssouci wurde am 2. September der Potsdamer Ehrenamtspreis 2010 an 16 Personen und Projekte vergeben. Die Landeshauptstadt Potsdam, die PRO POTSDAM GmbH und der Soziale Stadt Potsdam e.V. hatten gemeinsam zum bereits vierten Mal zum Ehrenamtspreis aufgerufen und 61 Vorschläge und Bewerbungen wurden eingereicht. Wir gratulieren herzlich allen Preisträgern, allen Nominierten und danken allen, die sich in Potsdam ehrenamtlich für andere engagieren.

Die Preisträger 2010

In der festlichen Atmosphäre der Friedenskirche am Park Sanssouci wurden am 2. September 2010 Personen und Projekte für ihr beispielhaftes Engagement mit dem Potsdamer Ehrenamtspreis 2010 geehrt. Wir beglückwünschen die Preisträgern und danken allen Nominierten für ihr wichtiges Engagement für Gemeinwesen in unserer Stadt.

Siegfried Herzog

Siegfried Herzog bezeichnet sich selbst als Neu-Potsdamer, obwohl er bereits seit 15 Jahren hier lebt. Mehrmals in der Woche kommt der 57-jährige Waldstädter ins Haus Vor zwei Jahren hat Siegfried Herzog die Unterstützung, Beratung und Hilfe für russisch-sprachige Migranten zu seinem ehrenamtlichen Betätigungsfeld gemacht. Im Mai 2010 gehörte er zu den ersten, denen der FreiwilligenPass des Landes Brandenburg überreicht wurde.

Bewerbungsfrist bis 25. August verlängert

Die Jury zum Potsdamer Ehrenamtspreis 2010 hat am Freitag, den 20. August, erstmals getagt. Bis zu diesem Zeitpunkt waren 48 Bewerbungen eingegangen. Die Mitglieder der Jury haben über die Modalitäten der Auswertung und der Ermittlung der Preisträger beraten und sich auf ein Auswertungsprocedere geeinigt.

Volkshochschule "Albert Einstein" Potsdam

Die Volkshochschule „Albert Einstein“ ist das kommunale Weiterbildungszentrum der Landeshauptstadt Potsdam, ein Haus der Bildung und Begegnung. Die rechtliche Grundlage für unsere Arbeit ist das Brandenburgische Weiterbildungsgesetz. Wir verstehen uns als Dienstleistungseinrichtung und fühlen uns ganzheitlicher Bildung verpflichtet. Unsere Arbeit basiert auf Grundwerten wie Überparteilichkeit, Meinungsvielfalt, Toleranz und Integration. Sie ist geprägt von sozialer Verantwortung gegenüber unseren Teilnehmern. Unsere Angebote sind offen für alle Interessierten: unterschiedlichen Alters, Geschlechts, mit verschiedenen Voraussetzungen und Zielen.